12 November 2021 bis 14 November 2021

Pränatale Psychologie und Geburtskultur

Jubiläumstagung anlässlich des 50-jährigen Bestehens der ISPPM e.V.

Pränatale Psychologie und Geburtskultur - ist genau richtig für Dich, wenn ...

Pränatale Psychologie und Geburtskultur - behandelt diese Themen:

  • Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der Pränatalpsychologie
  • Austausch mit Fach-Kollegen und ReferentInnen aus dem Feld der Pränatalen Psychologie und Medizin, Hebammenkunde und der Geburtshilfe
  • Wertvolle Impulse für Schwangere und (werdende) Eltern für die Zeit der Schwangerschaft und für die Geburt
  • Theorie und Praxis zu Geburtsvorbereitung in Krisenzeiten - bezugnehmend auf die aktuellen Herausforderungen in Bezug auf Corona

Die Internationale Gesellschaft für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM e.V.) feiert Ihr 50-jähriges Bestehen vom 12. – 14. November 2021 mit einer internationalen Online-Tagung mit dem Titel „Pränatale Psychotherapie und Geburtskultur”.
Sie gibt einen Einblick in die Entwicklung der Pränatalen Psychologie der letzten 5 Jahrzehnte, behandelt aktuelle Themen der Geburtskultur und gibt eine Ausrichtung für die Zukunft eines gesunden, achtsamen und liebevollen Start ins Leben.
Die Online-Tagung wird in der mittelalterlichen Stadt Stolpen bei Dresden live produziert und für ein weltweites Publikum online übertragen.

Programm:

19.30 – 21.00 Uhr

Eröffnungssitzung

 

19.30 Uhr

Prof.in Amara Eckert, Präsidentin der ISPPM

Prof. Sven Hildebrandt, Tagungspräsident

Eröffnung der Tagung

 

19.45 Uhr

Ludwig Janus, Heidelberg, Deutschland

Sven Hildebrandt, Dresden, Deutschland

Die Ökologie der Gebärmutter bestimmt die Ökologie unserer Welt 

(Thomas Verny)

 

20.30 Uhr

Plauderndes Come Together

Die in Stolpen Anwesenden kommen online mit den Zuschauern ins Gespräch




Samstag, 13.11.21

 

9.00 – 11.00 Uhr

Vortragsblock 1: Wissensstand

 

9.00 Uhr

Terence Dowling

Die intrauterine Persönlichkeit

Abstract

30/10

 

9.40 Uhr

Claudia Buss

Pränatale Stressforschung

Abstract

30/10

 

10.20 Uhr

Otwin Linderkamp

Frühgeborenenforschung und pränatale Psychologie

Abstract

30/10

 

Pause: 11.00 – 11.30 Uhr

In den Pausen können Sie eine Slideshow “Pränatales Bilderleben” mit Bildern des Pränatalpsychologen und Kunsttherapeuten Klaus Evertz erleben. Außerdem stimmen wir auf den folgenden Vortragsblock mit einer Achtsamkeitsübung ein.



11.30 – 13.00 Uhr

Vortragsblock 2: Kinder

 

11.30 Uhr

Amara Eckert

Pränatale Orientierung in Spiel und Bewegung bei Kindern

Abstract

25/5

 

12.00 Uhr

Regina Bücher

Gesunde Familien - Gesunde Kinder

Integration prä- und perinataler Erfahrungen im Familiensetting

Abstract

25/5

 

12.30 Uhr

Klaus Käppeli

Die prä- und perinatale Psychologie im Zeitalter der Reproduktionsmedizin  -  Eine besondere Herausforderung

Abstract

25/5

 

Pause: 13.00 – 14.30 Uhr

 

14.30 – 16.00 Uhr

Vortragsblock 3: Vorgeburtliche Bindung

 

14.30 Uhr

Gisela Albrecht

Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung

Abstract

25/5

 

15.00 Uhr

Frieder Pfrommer, Kola B. Brönner, Anabel Galster, Gundula Neuling

Geburtsvorbereitung in Krisenzeiten

Abstract

25/5

 

15.30 Uhr

Ute Auhagen-Stephanos

Die dunkle Seite eines Kinderwunschs

Abstract

25/5

 

Pause: 16.00 – 16.30 Uhr




16.30 Uhr – 17.50 Uhr

Vortragsblock 4: Forschung 

 

16.30 Uhr

Hans von Lüpke

Methodische Grundlagen der wissenschaftlichen Forschung in der Pränatalen Psychologie

Abstract

30/10

 

17.10 Uhr

Rupert Linder, Gerlinde Metz

Transgenerationale Weitergabe von Traumen

Abstract

30/10

 

Pause: 17.50 – 18.30 Uhr



18.30 – 19:45 Uhr

50 Jahre ISPPM – Der besondere Vortrag

 

18.30 Uhr

Katrin Wahl, Antonia Stulz-Koller, Ludwig Janus, Sven Hildebrandt

Einstimmung:

50 Jahre ISPPM e.V. – Vom staunenden Erkennen zur Wissenschaftlichen Fachgesellschaft

Ein historisches Potpourri 

 

19.20 Uhr

Thomas Verny

50 Years – Exploring Pre- and Perinatal Psychology: A Personal Journey

Abstract

20/5







Sonntag, 14.11.21



9.00 – 10.30 Uhr

Vortragsblock 5: Problemzonen

 

9.00 Uhr

Aurora Martin (engl.)

Genital Mutilation - Geburt bei Frauen mit Beschneidung

Abstract

25/5

 

9.30 Uhr

Ana-Luana Deram (engl.)

Health risks to the mother and child in surrogacy

Abstract

25/5

 

10.00 Uhr

Simina Angelescu, Daniela Marincas (engl.)

The Unwanted Child – How prenatal and early trauma influence the motherhood experience and abilities

Abstract

25/5

 

Pause: 10.30 – 11.00 Uhr



11.00 – 12.30 Uhr

Vortragsblock 6: Pränatale Psychotherapie und Beratung

 

11.00 Uhr

Astrid Saragosa

Prävention und intensive Nachsorge als Betreuungskonzept nach der Geburt

Abstract

25/5

 

11.30 Uhr

Katharina Desery, Paula Diederichs

Ergebnisse des Hilfetelefons 

Abstract

25/5

 

12.00 Uhr 

Marita Klippel-Heidekrüger

Interdisziplinäre, methodenübergreifende Zusammenarbeit der Pränataltherapeuten/innen

 

 

Pause: 12.30 – 13.30 Uhr



13.30 – 15.00 Uhr

Vortragsblock 7: Pränatale Psychologie, Psychotherapie und Beratung

 

13.30 Uhr

Hakan Çoker (engl.)

Birth education and Birth teams

Abstract

25/5

 

14.00 Uhr

Matthew Appleton (engl.)

Babytherapy

Abstract

25/5

 

14.30 Uhr

Rien Verdult

Bewusstsein bei der Zeugung

25/5



Pause: 15.00 – 15.30 Uhr



15.30 – 17.00 Uhr

Abschluss-Sitzung

 

15.30 Uhr

Esther Göbel

Altes Hebammenwissen als Inspiration einer neuen Geburtskultur

Abstract

25/5

 

16.00 Uhr

Neşe Karabekir (engl.), Anabel Galster

Birthpsychology in action - theory and praxis hand in hand

Abstract

25/5

 

16.30 Uhr

Carola Hauck, Judith Raunig

Gesunde und lebendige Geburt als Auftrag an die Gesellschaft

Abstract

25/5



17.00 – 17.30 Uhr

Abschluss der Tagung

 

Sven Hildebrandt

Rückblick

 

Amara Eckert

Schlusswort und Ausblick



Dieses Event wird veranstaltet von ISPPM e.V.

1971 wurde die „Internationale Studiengemeinschaft für Pränatale Psychologie” (ISPP) durch die Initiative von Dr. Gustav Hans Graber (Präsident 1971 - 1976) am 26.07.1971 in Wien gegründet. Ausgehend von psychoanalytisch orientierten Denkmodellen einer Pränatalen Psychologie wurden die theoretischen und methodologischen Konzepte durch Einbeziehung der Entwicklungspsychologie und Embryologie impulsgebend weiterentwickelt.

Die Psychoneuroendokrinologie von Schwangerschaft und Geburt (Fedor-Freybergh) erwies sich als entscheidendes Bindeglied zwischen Psychologie und Medizin, wodurch auch GynäkologInnen, NeonatologInnen, PädiaterInnen und EndokrinologInnen sich verstärkt der ISPP zuwandten. Im Zusammenhang mit der Ausarbeitung primär-präventiver Konzepte öffnete sich die ISPP auch gegenüber den anwendungsbezogenen Berufsgruppen, hier vor allem den Hebammen und Geburtsvorbereiterinnen, den SozialpädagogInnen, SonderpädagogInnen und ErwachsenenbildnerInnen.

Diese Entwicklung führte zu der 1986 beschlossenen Erweiterung des Namens: „Internationale Studiengemeinschaft für Prä- und Perinatale Psychologie und Medizin” (ISPPM). Dies ging mit einer Intensivierung der internationalen Kontakte einher, insbesondere zu „Association for Prenatal and Perinal Psychology and Health“ (APPPAH) in den USA und zur „Assoziazione Nazionale per l´Educazione Prenatale“ (ANEP) in Italien.  Internationale Kongresse sind bis heute das zentrale Wirken der Gesellschaft, mit denen die Pränatale Psychologie bekannt gemacht und im öffentlichen Leben verankert werden soll.

In den 70 er Jahren gab es in den entwickelten Ländern der Welt, wie Deutschland kein Bewusstsein und kein Wissen über das Seelenleben des Ungeborenen. Dies hat sich glücklicherweise bis heute stark verändern lassen. Pioniere der ISPPM zu denen neben den oben genannten auch Dr. Ludwig Janus und Prof. Dr. Otwin Linderkamp (Dr. Hans von Lüpke?) gehören, haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die schwangere Frau, das ungeborene und neugeborene Baby wie auch der Vater mehr und mehr respektvoll und achtsam betreut werden und einen freundliche und wertschätzende Umgang erfahren. Es ist ein erklärtes Ziel unseres Vereins, dies weiter im gesellschaftlichen Bewusstsein zu etablieren. Um die Bedeutung des pränatalen Lebensraumes und den Prägungen, die für den Menschen für sein weiteres Leben während dessen entstehen, zu verankern, finden seit 1971 - damals im Rahmen des Instituts für Psychologie an der Universität Salzburg bis 2002 - fortlaufend Forschungsarbeiten zur Pränatalen Psychologie statt. Diese sind  über die Datenbank für psychologische Literatur „Psyndex“ unter dem Stichwort „Pränatale Psychologie“ zu finden. 

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Neurobiologie um die Jahrtausendwende mit dem Nachweis, dass psycho-soziale Erfahrungen unsere DNA beeinflussen und das Bewusstsein die Genentwicklung bestimmt, bestätigten die Ergebnisse und Erfahrungen der pränatalen Psychotherapie.

Die diesjährige Jubiläumstagung schlägt den Bogen von dem, was bisher erreicht wurde, hin zu den aktuellen Themen dieser Zeit, die teilweise hier bereits angesprochen wurden. und entwickelt eine Ausrichtung für die Zukunft.